Ein Krimi zur Kaffee-Zeit oder „No time for firlefanz“

Susanne Richter 18.11.2019 17:20
In unserem vierten Spiel dieser Saison ging es zum bisher ungeschlagenen Rheydter TV und wir wussten, dass es ein schwieriges und wichtiges Spiel werden wird. Dementsprechend aufgeregt und nervös waren unsere Mädels schon vor Anpfiff der Partie. Diese Nervosität zeigte sich zu Spielbeginn u.a. darin, dass die Mädchen mit den zuvor angesprochenen Stärken unserer Gegner überfordert waren. Das schnelle Spiel über deren Mitte und das wenig konsequente Entgegenstellen brachte Rheydt mit 6:1 in Führung, zumal wir im Angriff noch zu ideenlos waren. So hatten wir uns das nicht vorgestellt und nahmen bereits nach 10 Minuten das erste Timeout. Deutliche Worte fand hier Nicole und forderte höhere Aufmerksamkeit in der Deckung und gleichzeitig mehr Flexibilität im Angriff. Ihre Worte sollten Wirkung zeigen, denn eine 4:0-Lauf brachte uns auf 6:5 ran. Den Gladbachern gelang in der ersten Halbzeit durch das nunmehr beherztere Zugreifen in der Abwehr nur noch ein Tor und wir gingen mit 7:7 in die Pause.
Hoch motiviert und mental im Vorteil starteten wir in Halbzeit Zwei und erzielten bereits nach 50 Sekunden unseren ersten Führungstreffer in diesem Spiel.  Unsere Mädels waren nun wach und extrem fleißig, hinten wie vorne, sodass wir teilweise mit 4 Toren in Führung gehen konnte. Aber wer Rheydt kennt, weiß auch, dass man sie nicht zu früh abschreiben darf und so kamen sie nochmal auf 15:16 ran. Nix für schwache Nerven. Würden wir den Sieg mit nach Hause nehmen oder sollten wir auf der Zielgeraden noch abgefangen werden? In unserem letzten Timeout kurz vor Spielende appellierten wir nochmals an die Mädels, sich auf unsere Stärken zu konzentrieren: Teamgeist – gegenseitig helfen, den freien Mann sehen, Tore machen. Und das machten sie mit Bravour. Man merkte, dass sie diesen Sieg unbedingt wollten. Noch 2 Tore brachten den verdienten 15:18 Sieg und die mitgereisten Zuschauer dankten es mit großem Applaus.
Mit dem Rheydter TV fanden wir eine große Herausforderung, die unsere Mannschaft trotz anfänglicher Schwierigkeiten annahm und sich mit einer tollen Teamleistung belohnte. Abgesehen von den ersten 10 Minuten spielten unsere Mädels extrem mannschaftsdienlich, mit dem Auge für den freien Mann, sodass sich wieder 6 Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten und wir weiterhin ohne Punktverlust in die zweiwöchige Spielpause gehen.
 
Es spielten: Hannah im Tor, Dana, Dilara, Greta, Ina, Linda, Luca, Mara, Mathilde, Nele, Wanda